Photovoltaik mit Wärmepumpe: Heizen mit Solarstrom

Photovoltaik mit Wärmepumpe: Heizen mit Solarstrom

Photovoltaik mit Wärmepumpe kombinieren: So heizt du mit Solarstrom, steigerst deinen Eigenverbrauch und sparst dauerhaft Heizkosten.

STRONG ENERGY ALFRED 10 & Solar Manager: Smart Du liest Photovoltaik mit Wärmepumpe: Heizen mit Solarstrom 7 Minuten Weiter Photovoltaik Gera: Anlage, Kosten & Installation

Photovoltaik mit Wärmepumpe ist die wohl cleverste Kombination für dein Zuhause: Du erzeugst deinen Strom selbst und heizt damit fast zum Nulltarif. So machst du dich unabhängig von steigenden Energiepreisen.

Lohnt sich das wirklich – und worauf kommt es an? Hier bekommst du die Antworten, mit echten Zahlen und klaren Empfehlungen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Wärmepumpe macht aus 1 kWh Strom rund 3 bis 4 kWh Wärme – mit Solarstrom heizt du daher besonders günstig.
  • Mit PV-Anlage, Speicher und Energiemanagement steigt dein Eigenverbrauch von oft 25 % auf bis zu 70 %.
  • Für die Wärmepumpe gibt es 2026 bis zu 70 % Förderung; auf PV-Anlagen bis 30 kWp gilt 0 % Mehrwertsteuer (Stand 2026, bitte aktuell prüfen).
  • Ein Energiemanagementsystem wie der Solar Manager steuert die Wärmepumpe gezielt nach Solarüberschuss.

Warum Photovoltaik und Wärmepumpe so gut zusammenpassen

Die Wärmepumpe braucht Strom, die PV-Anlage liefert ihn. Diese Paarung senkt deine Heizkosten und deinen CO₂-Ausstoß zugleich.

Die Hebelwirkung der Wärmepumpe

Aus einer Kilowattstunde Strom erzeugt eine moderne Wärmepumpe etwa 3 bis 4 kWh Wärme. Dieser Faktor heißt Jahresarbeitszahl (JAZ) und liegt typisch bei 3,5 bis 4,5.

Jede Kilowattstunde Solarstrom ersetzt also 3 bis 4 kWh teure Heizenergie. Genau hier entsteht deine Ersparnis.

Solarstrom ist günstiger als Netzstrom

Selbst erzeugter Solarstrom kostet dich je nach Anlage etwa 6 bis 11 Cent pro kWh. Netzstrom liegt oft bei 30 bis 40 Cent pro kWh.

Lohnt sich die Kombination aus PV und Wärmepumpe?

Ja – besonders bei gut gedämmten Häusern und einer passend dimensionierten Anlage. Die Wirtschaftlichkeit hängt aber von mehreren Faktoren ab.

Wann sich die Kombination besonders lohnt

  • gut gedämmtes Haus mit niedriger Vorlauftemperatur
  • ausreichend große Dachfläche für die PV-Anlage
  • hoher Stromverbrauch, etwa durch E-Auto oder Homeoffice
  • Speicher und Energiemanagement sind vorhanden

Beispielhafte Ersparnis

In vielen Fällen sinken die Heizkosten gegenüber Gas oder Öl um mehrere hundert bis über tausend Euro pro Jahr. Die genaue Zahl hängt von Haus, Verbrauch und Strompreis ab – eine individuelle Rechnung ist Pflicht.

Wie groß sollte die PV-Anlage für eine Wärmepumpe sein?

Als grobe Richtlinie gilt: mindestens 8 bis 10 kWp, damit die Anlage auch außerhalb des Sommers einen spürbaren Teil des Wärmepumpenstroms deckt. Je größer der Wärmebedarf, desto größer die Anlage.

Faustregeln für die Auslegung

Komponente Richtwert
PV-Anlagengröße ca. 8 – 12 kWp
zusätzlicher Strombedarf Wärmepumpe ca. 2.500 – 5.000 kWh/Jahr
Speichergröße (Faustregel) ca. 1 kWh pro 1.000 kWh Jahresverbrauch

Wie du die passende Speichergröße findest, zeigt dir der Ratgeber Speicher erweitern: was du jetzt beachten musst.

Warum sich ein Stromspeicher lohnt

Deine PV-Anlage produziert mittags am meisten Strom – die Wärmepumpe braucht ihn aber oft morgens und abends. Ein Speicher überbrückt diese Lücke.

Mehr Eigenverbrauch und Autarkie

Ohne Speicher nutzt du oft nur 25 bis 30 % deines Solarstroms selbst. Mit Speicher und cleverer Steuerung sind bis zu 70 % möglich.

Notstrom für die Wärmepumpe

Ein notstromfähiger Speicher hält bei Stromausfall die wichtigsten Verbraucher am Laufen. Mehr dazu im Ratgeber Notstrom und Ersatzstrom: Strom bei Blackout.

Einen passenden All-in-One-Speicher findest du zum Beispiel im Beitrag STRONG ENERGY ALFRED 10 & Solar Manager oder in unserer Speicher-Collection.

Energiemanagement: das Gehirn der Anlage

Ein Energiemanagementsystem (EMS) verteilt deinen Solarstrom intelligent. Es entscheidet in Echtzeit, ob Strom ins Haus, in den Speicher oder in die Wärmepumpe fließt.

So steuert das EMS deine Wärmepumpe

Bei Sonnenschein lädt das System gezielt den Pufferspeicher der Wärmepumpe. So speicherst du Solarstrom als Wärme – ganz ohne Batterie.

Passende Systeme bei WOBA

Der Solar Manager Connect 2 steuert Wärmepumpen herstellerübergreifend nach Solarüberschuss. Auch der Huawei EMMA-A2 übernimmt diese Aufgabe. Alle Systeme findest du in der Collection Energiemanagementsysteme.

Welcher Solar Manager passt, klärt der Vergleich Solar Manager Flux vs. Connect 2.

Welche Wärmepumpe passt zu deiner PV-Anlage?

Für die Kombination mit Photovoltaik eignen sich vor allem Luft-Wasser-Wärmepumpen. Sie sind günstig in der Anschaffung und einfach zu installieren.

Wärmepumpen im WOBA-Shop

Marke Serie Besonderheit
DAIKIN Altherma 3 H MT / HT bewährte Luft-Wasser-Technik, mehrere Leistungsgrößen
Novelan LAV / LAVS auch mit Schallschutz erhältlich
Bosch Monoblock 5800i AW Komplettsystem inkl. Puffer- und Warmwasserspeicher

Alle Geräte findest du in der Collection Wärmepumpen. Komplette Pakete zeigt die Collection Wärmepumpen Komplettsysteme.

Worauf du bei der Auswahl achtest

  • hohe Jahresarbeitszahl (JAZ) für niedrige Stromkosten
  • passende Heizleistung zum Wärmebedarf des Hauses
  • niedrige Geräuschentwicklung, gerade bei enger Bebauung
  • Schnittstelle für das Energiemanagement (z. B. SG-Ready)

SG-Ready: Wärmepumpe und Solarstrom optimal verbinden

Das Label „SG-Ready" (Smart Grid Ready) zeigt, dass eine Wärmepumpe externe Steuersignale verarbeiten kann. Damit lässt sie sich gezielt mit Solarstrom betreiben.

Was SG-Ready für dich bedeutet

Erkennt das EMS einen Solarüberschuss, sendet es ein Signal an die Wärmepumpe. Diese erhöht dann ihre Leistung und „lädt" Wärme in den Pufferspeicher.

Förderung 2026 für Wärmepumpe und Photovoltaik

Der Staat fördert den Heizungstausch weiterhin großzügig. Die genauen Sätze ändern sich aber regelmäßig – prüfe sie vor dem Kauf tagesaktuell.

Wichtige Förderbausteine (Stand 2026)

  • Wärmepumpe: bis zu 70 % Zuschuss über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG), gedeckelt auf förderfähige Kosten pro Wohneinheit.
  • Photovoltaik: 0 % Mehrwertsteuer auf Lieferung und Installation von Anlagen bis 30 kWp inklusive Speicher.
  • zinsgünstige KfW-Kredite für die PV-Anlage.

Diese Angaben sind allgemeine Hinweise und keine Förderberatung. Maßgeblich sind die jeweils gültigen Richtlinien von BAFA und KfW.

Photovoltaik mit Wärmepumpe nachrüsten

Du hast bereits eine PV-Anlage oder eine Heizung? Beides lässt sich oft nachrüsten. Wichtig ist, dass die Komponenten zusammenarbeiten.

Reihenfolge beim Nachrüsten

Häufig lohnt es sich, zuerst die Wärmepumpe und danach die PV-Anlage zu planen. So legst du die Anlagengröße direkt auf den höheren Strombedarf aus.

Auch ein nachträglicher Speicher ist möglich. Worauf es dabei ankommt, liest du im Ratgeber Bestehende PV-Anlage mit Speicher erweitern.

Komplettlösung statt Einzelteile

Am einfachsten ist eine aufeinander abgestimmte Komplettlösung. Dann passen PV-Anlage, Speicher, Wechselrichter und Wärmepumpe sicher zusammen.

Passende Wechselrichter findest du in der Collection Hybrid-Wechselrichter, komplette Speicherlösungen in der Collection Photovoltaik All-in-One Speichersysteme.

FAQ zu Photovoltaik mit Wärmepumpe

Kann ich jede Wärmepumpe mit Photovoltaik kombinieren?

Grundsätzlich ja. Besonders effizient wird es mit einer SG-Ready-Wärmepumpe und einem Energiemanagementsystem.

Wie viel kann ich mit der Kombination sparen?

Je nach Anlage und Verbrauch sind mehrere hundert bis über tausend Euro Heizkosten pro Jahr möglich. Eine genaue Berechnung machen wir gern für dich.

Brauche ich für die Wärmepumpe unbedingt einen Speicher?

Nein, aber ein Speicher erhöht deinen Eigenverbrauch deutlich. Ohne Speicher fließt viel Solarstrom ins Netz statt in deine Heizung.

Funktioniert die Wärmepumpe bei Stromausfall weiter?

Nur mit einem notstromfähigen Speicher. Dieser versorgt im Blackout die wichtigsten Verbraucher.

Lohnt sich die Kombination auch im Altbau?

Ja, sofern der Altbau gut gedämmt ist und mit niedriger Vorlauftemperatur heizt. Sonst steigt der Stromverbrauch der Wärmepumpe stark an.

Fazit: Photovoltaik mit Wärmepumpe lohnt sich

Photovoltaik mit Wärmepumpe macht dein Zuhause unabhängig und senkt deine Heizkosten dauerhaft. Du heizt mit selbst erzeugtem Solarstrom statt mit teurem Netzstrom.

Am meisten holst du heraus, wenn PV-Anlage, Speicher und Energiemanagement sauber zusammenspielen. Welche Kombination zu deinem Haus passt, klären unsere Experten in einer persönlichen Beratung – sprich uns einfach an.

Schreibe einen Kommentar

Diese Website ist durch hCaptcha geschützt und es gelten die allgemeinen Geschäftsbedingungen und Datenschutzbestimmungen von hCaptcha.